Deutsche Technik für russische Motorsport- und Motorradfans am neuen Moscow Raceway

Eindrücke von der World Superbike Championship Etappe am 26. August 2012 auf der neuen Rennstrecke „Moscow Raceway“
Eindrücke von der World Superbike Championship Etappe am 26. August 2012 auf der neuen Rennstrecke „Moscow Raceway“

Auch wenn in Russland rein vom Wetter und den langen, kalten Wintern her gesehen, die Voraussetzungen für Motorradfahrer nicht die besten sind, wächst die Liebe und das Interesse an der Fortbewegung und dem Sport auf zwei Rädern. Schaut man sich die kilometerlangen Staus auf den Straßen der russischen Millionenstädte an, ist es kaum verwunderlich, dass immer mehr Menschen versuchen sich mit einem Motorrad zwischen die stehenden Autoschlangen durch zu kämpfen. Leider gibt es aber auch immer mehr Unfälle, in denen Motorrad-Fahrer verwickelt sind. Nichtsdestotrotz steigt das Interesse am Motorradsport in Russland stetig, was sich allein schon durch die erstmalig in Russland ausgetragene World Superbike Championship Etappe am 26. August 2012 auf der neuen Rennstrecke „Moscow Raceway“ bestätigt.

Der „Moscow Raceway“ wurde erstmals am 16. Juli dieses Jahres offiziell eröffnet. Unter den Baupartnern sind die russischen Gesellschaften der größten deutschen Konzerne Siemens und Mercedes-Benz. Siemens zeichnet dabei für die Spezialtechnik, das Funktionieren des Kontrollsystems, der Videokontrolle sowie für die Gewährleistung der kompletten IT-Basis der neuen Rennstrecke verantwortlich. All dies sind unabdingbar wichtige Bestandteile der Strecke, welche auf Welt-Top-Niveau funktionieren müssen. Mercedes-Benz wird in Zusammenarbeit mit der Moscow Raceway Administration die Mercedes-Benz- und Mercedes-AMG- Sportveranstaltungen am Parcours mit rund 10.000 Zuschauerplätzen durchführen.

Das World Superbike Championship Event auf der „Moscow Raceway“ Rennbahn wurde zum absoluten Superereignis der diesjährigen Saison für die russischen Motorradfans. Für die deutschen Marken startet das erste Motorradsport-Ereignis dieser Klasse in Russland mit einem überaus erfreulichen Ergebnis. Der Italiener Marco Melandri auf BMW S1000RR hat seinem Team das schönste Geschenk gemacht und den zweiten, entscheidenden Lauf der russischen Etappe für sich entscheiden können.

Die Nachfrage nach deutscher Motorradtechnik ist ungebrochen, so stieg auch der Verkauf von BMW Motorrädern in Russland in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um ganze 73,7%, so bestätigt Peter Kronschnabel, Präsident von BMW in Russland. Unter den BMW-Motorrädern erfreuen sich nach aktuellen Angaben von „Avtodom“ das Roadster-Modell F800R sowie das Enduro-Modell, ein Motocross-Motorrad, das für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen ist, größter Beliebtheit. Den dritten Platz der Hit-Rangliste teilen sich zwei sportliche Motorräder, eines davon ist jenes mit welchem Marco Melandri in Moskau den Sieg für sich entscheiden konnte.

In Russland sehr beliebt: die Motocross-Motorräder des österreichischen Herstellers KTM
In Russland sehr beliebt: die Motocross-Motorräder des österreichischen Herstellers KTM

Neben der deutschen Motorradtechnik sind auch die Fahrzeuge des österreichischen Herstellers KTM Sportmotorcycle AG auf dem russischen Markt sehr beliebt. KTM ist für ihre Offroad-Technik bekannt, insbesondere Motocross-Motorräder, die in Fragen von Design und Leistung oft zu den Vorreitern der Branche gehören. In der letzten Zeit wuchs in Russland das Interesse an Motocross-Rennen sowohl für Erwachsene als auch für Kinder, weshalb mit einem Absatzwachstum im Fachbereich Motocross-Technik zu rechnen ist.

Abschließend ist anzuführen, dass der russische Motorradmarkt noch am Anfang seiner Entwicklung steht. Das Interesse ist jedoch groß. Dies verdeutlicht auch die hohe Präsenz der rund 75.000 Besucher auf der MotoPark, der Fachmesse für Motorsport in Russland. Dies lässt in der Branche auf weiteres Wachstum und steigendes Interesse am Motorsport sowie auf eine steigende Nachfrage nach Motorradtechnik schließen, was auch den deutschen und österreichischen Unternehmen zugutekommen sollte.

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Autorin: Elizaveta Balashova | Russland Wirtschaft – Das Russland Business Fachmagazin

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