Erfolg in Russland ist und bleibt freiwillig (Teil 2 von 2)

Gutes Wetter, gute Geschäfte: Erfolg beim Russlandgeschäft ist und bleibt freiwillig
Gutes Wetter, gute Geschäfte: Erfolg beim Russlandgeschäft ist und bleibt freiwillig

Während im ersten Teil des Artikels der Schwerpunkt auf der Projektphase und der Zielsetzung lagen, geht es im zweiten Teil um die Personalauswahl. Wenn es sich in Deutschland um das wichtigste Projekt im Geschäftsjahr Ihres Unternehmens handelt, wer wird dort in die Verantwortung genommen? Vermutlich die beste Mitarbeiterin oder der beste Mitarbeiter im Team.

Eine Entscheidung nach Russland zu gehen, ist eine der wichtigsten Entscheidungen in ihrem Geschäftsjahr. Saldieren wir mal schnell Personalkosten, Flug- und Hotelkosten, Anwalts- und Beratungsgebühren, etc. sind wir ganz schnell nur in der Projektphase im 6-stelligen Bereich. Könnten Sie heute eine solche Summe ergebniswirksam erreichen, würden Sie es dann nicht entscheiden wollen.

Was heute in Russland zählt ist Erfahrung, nicht nur im eigenen Geschäftsbereich, sondern neben dem kulturellen Hintergrund auch im Aufbau eines Businessprozesses. Überlegen Sie einmal für sich, wie viele Mitarbeiter Sie in Ihrem Unternehmen haben, die hier schon – und natürlich erfolgreich – ein vergleichbares Projekt gestemmt haben. Wie abkömmlich ist diese Mitarbeiterin oder dieser Mitarbeiter? Wie kompetent ist diese Person in der interkulturellen Kommunikation und der Fähigkeit Mitarbeiter auszubilden und zu motivieren?

Natürlich können Sie eine der namhaften Personalagenturen beauftragen, Ihnen genau diesen Kandidaten zu besorgen. Seien Sie dann aber beim ersten Gespräch vor Ort in Moskau nicht zu enttäuscht. Der Kandidat, der das kann, der hat entweder einen „Superjob“ oder ist selbst Unternehmer.

Wie kann also die Lösung aussehen:

  • Lösen Sie sich von den regulären Kandidatenprofilen. Geben Sie jungen Menschen in Ihrem Unternehmen eine Chance.
  • Schauen Sie Ihrem Nachwuchspotential in die Augen und sehen Sie, ob darin das Feuer lodert, etwas bewegen zu wollen.
  • Koppeln Sie ein solches junges Team mit den besten und erfahrensten Leuten aus Ihrem Unternehmen, die diesem Team als Coach zur Seite stehen.
  • Gerade in der Projektphase können Ihre Top-Leute mit dem Expansionsteam nach Russland reisen und Sie vor Ort coachen.
  • Erstellen Sie konkrete Maßnahmenpläne und prüfen Sie den Erfolg ab. Dann haben Sie nach der Projektphase ein Team, welches die Arbeit stemmen kann.
  • Verteilen Sie die Aufgaben auf mehrere Schultern. In der Regel geht es immer um operatives Business, Verwaltung und Finanzen und Expansion oder Bau.
  • Kaufen Sie in der Startphase – wenn auch teureres, externes und damit zeitliches begrenztes Know-How zu.
  • Entlasten Sie mit laufenden Projekt Ihren Projektleiter und übergeben die Verantwortung dem Team vor Ort.
  • Bleiben Sie selbst am Ball und verifizieren Sie durch Besuch vor Ort die Ergebnisse Ihres Teams.

Nochmals kurz zusammengefasst:

Formulieren Sie konkret Ihre Ziele einer Expansion nach Russland und prüfen Sie regelmäßig, ob diese Ziele realistisch und erreichbar sind.

Prüfen Sie, wie viel Geld Sie im Extremfall abschreiben wollen, um Klarheit über eine erfolgreiche Expansion nach Russland zu bekommen.

Mischen Sie die Erfahrung Ihrer Top-Leute aus dem Unternehmen, mit dem Erfolgshunger Ihrer Nachwuchskräfte und dem „käuflichen“ Know-How von Experten vor Ort.

Das Einhalten der Gesetze vor Ort verlangen Zeit, Geduld und Zähigkeit, um die eigenen Ziele zu erreichen.

Nur gute, motivierte Führungskräfte können ein gutes, motiviertes Team vor Ort aufbauen und nur dann werden Sie Erfolg haben.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=zXixSyURRnQ]

Fazit: Auch die Personalauswahl entscheidet zu gleichen Teilen über den Erfolg eines Projektes in Russland. Überlegen Sie einfach, dass bei einer Fehlentscheidung schnell rund ein Jahresgehalt plus die Kosten des Personalberaters fällig wird. Mit allen Nebenkosten wird auch hier schnell eine 6-stellige Summe fällig, die dann an anderer Stelle fehlt. Planen Sie also Ihre Personalentscheidungen bewusst. Nutzen Sie Erfahrungen in Russland und sparen Sie lieber an den Fehlern, die andere vor Ihnen bereits gemacht haben und bedienen Sie sich am Know-How vor Ort.

Sie haben den ersten Teil des Artikels verpasst? Hier geht es zum ersten Teil: Erfolg in Russland ist und bleibt freiwillig

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Autor: Jochen Kracht, Inhaber und Geschäftsführer | PROAKTIV-Management in Moskau

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