Russland ist der Motor des Osthandel-Zuwachses

Trotz Rückgang bleibt Russland weiter größter deutscher Osthandelspartner
Trotz Rückgang bleibt Russland weiter größter deutscher Osthandelspartner

Trotz rückläufigen Trends liegt der Warenaustausch Deutschlands mit den Ländern Ost- und Mitteleuropas, Zentralasiens und des Südkaukasus beständig über dem Wachstum des deutschen Außenhandels insgesamt. Das ergibt sich aus den Berechnungen des Ost- und Mitteleuropa Verein e.V. auf Basis der vom Statistischen Bundesamt vorgelegten Daten.

Wuchs der deutsche Osthandel im ersten Halbjahr 2012 noch um 6,7 Prozent konnte er in den ersten drei Quartalen 2012 um 4,2 Prozent zulegen. Der deutsche Osthandel folgt damit dem  Trend des deutschen Außenhandels insgesamt, der im ersten Halbjahr 2012 um 3,7 Prozent und  in den ersten neun Monaten 2012 um 2,8 Prozent gewachsen ist. In der Region wuchs der  deutsche Handel mit den Staaten der GUS von Januar bis September 2012 mit einem Plus von 8,0 Prozent am deutlichsten und erreichte einen Umsatz von 74,5 Milliarden Euro.

Der Osthandel präsentiert sich kontinuierlich stärker als der deutsche Handel insgesamt. Motor des Zuwachses ist der Handel mit Russland, der in den ersten neun Monaten 2012 um 9,5 Prozent gewachsen ist und mit einem Volumen von über 59 Milliarden Euro einen neuen Neun-Monats-Höchststand erreichte.

Deutscher Osthandel von Januar bis September 2012 in Millionen Euro

Deutscher Osthandel von Januar bis September 2012 in Millionen Euro
Deutscher Osthandel von Januar bis September 2012 in Millionen Euro

„Deutschland bezieht aus Russland größtenteils Erdöl, Erdgas und weitere Rohstoffe“, sagt Dr. Hanno Stöcker, Geschäftsführender Vorstand des OMV. „Der Warenaustausch findet nach dem Muster Rohstoffe gegen Fertiggüter statt und unterliegt stark den Schwankungen auf dem Rohstoffmarkt. Dass der Russlandhandel trotz gesunkener Rohstoffpreise Wachstum auf hohem Niveau zeigt spricht für die Attraktivität des russischen Marktes.“ Der deutsch-polnische und auch der deutsch-tschechische Handel wiesen dagegen eine andere Struktur auf. Das arbeitsteilige Modell stelle eine wesentlich solidere Basis dar, unterliege keinen Schwankungen auf dem Rohstoffmarkt und bleibe auch in Krisenzeiten relativ stabil. „Allerdings sind die Länder auch enger miteinander verwoben“, analysiert Stöcker. „So haben Ereignisse wie die Eurokrise direkten Einfluss auf das Handelsvolumen mit diesen Ländern.“

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Autorin: Verena Striebinger | OMV Ost- und Mitteleuropa Verein e.V.

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