Rekordhoch im deutschen Osthandel – Russlandexporte wachsen zweistellig

Es ist immer reger Verkehr und viel los in Moskau: hier im Bild der Eingang zum Gorki Park an der Ulitza Krymskiy Val
Es ist immer reger Verkehr und viel los in Moskau: hier im Bild der Eingang zum Gorki Park an der Ulitza Krymskiy Val

Die Wachstumsraten des Osthandels liegen weiterhin etwa um die Hälfte über denen des deutschen Außenhandels insgesamt. Das ergibt sich aus den Berechnungen des Ost- und Mitteleuropa Verein e.V. auf Basis der vom Statistischen Bundesamt vorgelegten Daten. Der Osthandel legte im Gesamtjahr 2012 gegenüber 2011 um 3,2 Prozent zu; der deutsche Außenhandel wuchs in diesem Zeitraum um knapp 2,2 Prozent.

Zwar fallen die Steigerungsraten niedriger aus als in den vergangenen zwei Jahren. Jedoch hatte der deutsche Osthandel nach dem starken Einbruch 2009 bereits 2011 sein Rekordergebnis von 2008 mit einem Volumen von fast 337 Milliarden Euro um knapp 30 Milliarden Euro überschritten. Dieses Ergebnis konnte nun auf ein neues Rekordhoch gesteigert werden.

„Der Osthandel trägt wesentlich zum Erfolg der deutschen Wirtschaft bei“, kommentiert Dr. Gerd Lenga, Vorsitzender des OMV die Zahlen. „Gerade der deutsche Export profitiert von diesen Wirtschaftsbeziehungen.“ So sind beispielsweise die deutschen Ausfuhren nach Russland um über zehn Prozent gestiegen.

Russland bleibt mit einem Gesamtvolumen von 80,5 Milliarden Euro Deutschlands Tophandelspartner unter den Staaten Ost- und Mitteleuropas, Zentralasiens und des Südkaukasus. Mit 75,7 Milliarden Euro liegt Polen auf Platz zwei der größten deutschen Osthandelspartner, gefolgt von Tschechien mit 64,8 Milliarden Euro.

Viele im Ostgeschäft tätige Unternehmen schätzen ihre Aussichten für 2013 optimistisch ein. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Ost- und Mitteleuropa Vereins, die im Februar durchgeführt wurde und an der sich knapp 300 im Ostgeschäft tätige Unternehmen beteiligten.

Demnach bewerteten 90 Prozent aller teilnehmenden Unternehmen ihre Gesamtgeschäftslage und die Lage ihres Ostgeschäfts für das laufende Jahr als positiv oder sehr positiv. 14 Prozent der Teilnehmer schätzen dabei das Ostgeschäft positiver ein als die gesamte Geschäftslage.

Unter den Herausforderungen im Ostgeschäft sehen die teilnehmenden Unternehmen am häufigsten die Konkurrenz aus China. Auch zu Fragen der Finanzierung, der Rechtssicherheit, der Bürokratie und des Fachkräftemangels suchen deutsche Unternehmen im Ostgeschäft nach Lösungen. Weitere Themen sind politische und wirtschaftliche Stabilität, Compliance, Zahlungsmoral, Zollfragen, Infrastruktur und Zertifizierung.

Hier finden Sie die OMV-Handelszahlen „Deutscher Osthandel 2012“

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Autorin: Verena Striebinger | OMV Ost- und Mitteleuropa Verein e.V.

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