Wastetech Moskau: Das Geschäft mit dem Müll

Die Wastetech Moskau, Fachmesse und Treffpunkt der Abfallverwertungs-Branche in Russland
Die Wastetech Moskau, Fachmesse und Treffpunkt der Abfallverwertungs-Branche in Russland

Abfallmanagement, Recycling, erneuerbare Energien und Umwelttechnologien sind in Russland Großteils noch auf einem niedrigeren Stand als beispielsweise in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. So ergeben sich neue Chancen für ausländische Unternehmen der Branche, wie es die Wastetech in Moskau, die alle wichtigen Marktteilnehmer und Experten unter einem Dach zusammenführte, bewies. So waren eine Reihe international agierender Unternehmen aus Deutschland und Österreich als Aussteller der diesjährigen Wastetech 2013 in Moskau vor Ort.

Dass es weit umweltfreundlichere und effizientere Lösungen gibt, als den Müll auf überquellende Deponien zu werfen oder im Verbrennungsofen zu entsorgen, ist nahezu altbekannt. Auch in Russland. Dass sich durch die richtige Entsorgung und das fachgerechte Recyclings Geschäftschancen ergeben, muss in vielen Fällen allerdings noch richtig kommuniziert werden. So finden innovative Unternehmen aus Westeuropa in Russland einen hochinteressanten Markt mit enormem Entwicklungspotenzial vor. Ausländisches Know-how ist in Russland gefragt.

Die Besucher konnten sich auf der Wastetech eingehend und umfassend über die neuesten Entwicklungen, Trends, Dienstleistungen und Produkte aus den unterschiedlichsten Bereichen vom Abfallmanagement bis hin zu erneuerbare Energie und Umwelttechnologien informieren. Der deutsche Gemeinschaftsstand „Made in Germany“ und der Gemeinschaftsstand „Advantage Austria“ der WKO Wirtschaftskammer Österreich waren also die ersten Anlaufstellen für Interessierte am ausländischen Know-how. So informierte Olga Klenner von der Ecoplus International, die Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich, russische Unternehmen am österreichischen Gemeinschaftsstand über die Vorzüge der Zusammenarbeit mit den ausstellenden Unternehmen.

Unter den rund 40 Ausstellern aus Deutschland, deren Überzahl unter der Ausstellerflagge des „Made in Germany“ segelten, waren dieses Jahr beispielsweise die UNTHA Recyclingtechnik GmbH aus Karlstadt, die Firma Bomatic Umwelt- und Verfahrenstechnik GmbH aus Ellerau bei Hamburg und die BRT Recycling Technologie GmbH aus Ibbenbüren in Nordrhein-Westfalen, ein Unternehmen welches sich seit 1993 auf die Entwicklung und den Vertrieb von Komponenten für Sortier- und Recyclinganlagen spezialisiert hat. BRT-Maschinen rationalisieren und automatisieren Recyclingprozesse in Betrieben rund um die Welt, und seit mehreren Jahren auch in Russland.

Doch wo Chancen sind, dort gibt es auch Risiken: so wurden in den Gesprächen mit den ausstellenden Unternehmen Großteils die Verwaltung, die Import- und Zollabwicklung sowie die Zahlungsmoral als mögliche Hürden des Russlandgeschäfts genannt. Nichtsdestotrotz ist Russland bei der richtigen Planung mit lokal erfahrenen Partnern, weiser Voraussicht und angemessener Kontrolle ein überaus interessanter und zukunftsträchtiger Markt für das Geschäft mit der Abfallverwertung.

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Autor: Johannes Ausserer, Managing Partner | Ausserer & Consultants

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