Konflikte lösen im beruflichen Alltag

Eine Untersuchung aus dem Jahr 2013 hat gezeigt, dass in Russland 16% der Mitarbeiter täglich in eine Konfliktsituation geraten, 23 % wöchentlich und 25 % monatlich. 41% der Befragten gaben dabei als Ursache an, dass „Verschiedene Ansichten, Ideen und Auslegungen beim Lösen von Aufgaben“ die Ursachen wären. Rund 50% der Befragten wiederum sind bestrebt, dabei den Konflikt sachlich zu lösen.

Doch warum fällt es uns so schwer, Konflikte zu lösen bzw. wie kommt es denn überhaupt zu diesen Konflikten. 49% aller Befragten gaben an, da sie die Ursachen in „unorganisierte Business-Prozessen“ sehen.  Einfach ausgedrückt, die eigene Erwartung passt nicht an die Erwartung meines „Konfliktpartners“.  Wie komme ich nun bei der Konfliktlösung zu einem lösungsorientierten Verhalten?

Konflikte lösen im beruflichen Alltag
Konflikte lösen im beruflichen Alltag

Im ersten Schritt gilt es, sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld, Erwartungen klar und eindeutig zu kommunizieren. Stellen wir es uns so vor: Sie kaufen ein neues Spiel und laden am Wochenende Freunde ein, um dieses Spiel gemeinsam zu spielen. Was werden Sie zuerst tun? Natürlich die Spielregeln lesen und diese dann an Ihre Freunde kommunizieren. Tun Sie es nicht, werden Sie eventuell das Spiel gewinnen, doch ob Ihre Freunde bereit sind, dann nochmal mit Ihnen zu spielen ist fraglich. Gerne vergessen wir, im beruflichen und privaten Alltag, genau diese Spielregeln zu vereinbaren (siehe oben 49% der Befragten geben dies an). Und wenn keine Spielregeln vereinbart sind, dann legt sich jeder seine Version der Spielregeln fest. Unterschiedliche Erwartungen für dann in der Kommunikation zu Konflikten. Und für Konflikt gilt wiederum:

„Meine Vorstellungen diktieren mein Verhalten. Mein Verhalten ist immer an ein Bild gekoppelt, das ich mir von der Realität mache“.

Sich dieses Grundsatzes bewusst zu werden, ist hilfreich bei der Lösung von Konflikten. Wenn Sie nun also einen Konflikt lösen wollen, wie können Sie vorgehen?

  • Sprechen Sie die Tatsache, dass Sie einen Konflikt (also eine unterschiedliche Sichtweise einer Situation) haben, offen an.
  • Klären Sie die Gesprächsbereitschaft Ihres Gegenübers, den Konflikt gemeinsam zu lösen
  • Machen Sie sich bewusst, welche Sichtweise Ihr „Konfliktpartner“ von dem Konflikt hat und helfen Sie Ihrem Gesprächspartner, Ihre Sichtweise zu verstehen.
  • Machen Sie sich bewusst, welche Konsequenzen im Extremfall ein Fortbestand des Konfliktes hätte und wie sich diese Tatsache auf Ihr berufliches Miteinander auswirkt
  • Finden Sie ein gemeinsames Ziel, um aus dem Konflikt „heraus zu kommen“
  • Schließen Sie einen Kompromiss, in dem sich beide Seiten wiederfinden und nicht einer als Gewinner und einer als Verlierer übrig bleibt

Über eines waren sich auch alle Befragten in der Studie einig, je geringer die Zahl der Konflikte im Unternehmen, desto höher die Chance, am Markt erfolgreich zu sein.

Wollen Sie mehr über das Thema „Konfliktlösung“ wissen, senden Sie eine Mail an: info.russia@proaktiv-online.com

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Autor: Jochen Kracht, Inhaber und Geschäftsführer | PROAKTIV-Management in Moskau

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