Vollbeschäftigung in Moskau – Mit der Deutsch-Russischen Karrierebörse wirken Unternehmen dem Fachkräftemangel entgegen

Deutsch-Russische_Karrierebörse

Bild: Impressionen von der Deutsch-Russischen Karrierebörse am 25.10.2018 in den Räumlichkeiten der Journalistik-Fakultät der Lomonossow-Universität in Moskau

Die Arbeitslosenquote in Russland sinkt seit 2015. Im ersten Halbjahr 2018 betrug sie 4,7%, verglichen mit 5,2% in 2017 und 5,5% in 2016 (Quelle: Bericht „Russland in Zahlen – Sommer 2018“, S. 21). In den Metropolen Moskau und St. Petersburg herrscht sogar nahezu Vollbeschäftigung. Hinzu kommt, dass Arbeitnehmer aus den geburtenstarken Nachkriegsjahrgängen das Rentenalter erreichen, im Vergleich dazu aber weniger Nachwuchskräfte nachrücken, da es sich in den 1990ern um geburtenschwache Jahrgänge handelte. Gleichzeitig plant fast die Hälfte der für die Geschäftsklimaumfrage 2018 befragten 141 deutschen Unternehmen, neue Mitarbeiter in Russland einstellen zu wollen. Für Firmen in Russland wird die Suche nach qualifizierten Fachkräften durch diese Bedingungen deutlich erschwert.

Die Deutsch-Russische Karrierebörse ist eine Veranstaltung, die sich diesem Problem annimmt. Erklärtes Ziel des jährlich stattfindenden Events ist es, eine Plattform für den Dialog zwischen Young Professionals und deutschen Arbeitgebern zu bieten. Veranstalter ist das Deutsch-Russische Forum e.V. Dieses Jahr präsentierten sich 19 Aussteller aus Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft den Besuchern. Über 200 interessierte Studenten, Absolventen und junge Berufstätige aus unterschiedlichsten Studienrichtungen (unter anderem Medien, Dolmetschen, Chemie, Jura) nutzten die Gelegenheit, um in den Austausch mit den Unternehmensvertretern zu treten.

Neben der Ausstellung standen auch einige Vorträge und Workshops auf der Tagesordnung. Michael Dobis von der Deutschen Botschaft in Moskau gab einen Überblick zu Studien- und Promotionsmöglichkeiten in Deutschland. Gründe, die für einen Studienaufenthalt in Deutschland sprechen, seien mitunter die enge Verzahnung aus Theorie und Praxis, das vielfältige Studienangebot als auch die Exzellenz in Forschung und Lehre. Anschließend stellte der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) seine Förderleistungen für russische Studenten und Promovierende vor, durch die sich solch ein Vorhaben leichter realisieren lässt. Als Beispiel sei hier das Immanuel Kant Programm für russische Doktoranden genannt, das den Bewerbern durch ein Stipendium einen Auslandsaufenthalt in Deutschland ermöglicht. Referenten verschiedener Unternehmen gingen in ihren Vorträgen näher auf ihr Unternehmensprofil, die Tätigkeitsschwerpunkte und Anforderungsprofile für Bewerber ein.

Für Unternehmen wie Artax Rufil Consulting hat sich die Teilnahme an der Deutsch-Russischen Karrierebörse laut eigener Aussage bewährt, weshalb sie seit mehreren Jahren mit einem Stand vertreten sind. Auch wenn die Veranstaltung in einem kleineren Rahmen stattfindet, ermöglicht sie es deutschen Unternehmen ihren Bekanntheitsgrad unter russischen Young Professionals zu steigern und auf vakante Positionen hinzuweisen.

 

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