Trotz Eintrübung des Geschäftsklimas bewerten 41% von 168 deutschen Unternehmen eigene Geschäftslage in Russland mindestens als gut

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Ende Dezember 2018 wurde die von der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer und dem Ostausschuss – Osteuropaverein durchgeführte Geschäftsklimaumfrage 2019 veröffentlicht. 168 deutsche Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen nahmen an der Befragung teil.

Während im Vorjahr fast zwei Drittel der Befragten das Geschäftsklima als leicht positiv oder positiv beurteilten, tat dies in der aktuellen Untersuchung nur noch ein Drittel. Die eigene Geschäftslage bewerteten jedoch 41% der Firmen als gut oder sehr gut. Ebenfalls 41% rechnen für 2019 mit einer leicht positiven beziehungsweise positiven Wirtschaftsentwicklung. Im Vorjahr lag der Wert bei 78%. Über die Hälfte der Teilnehmer rechnet mit einer Stagnation der Exporte nach Russland in 2019; im Vergleich zum Vorjahr sogar doppelt so viele Unternehmen mit einem Rückgang.

Die ungünstige Wechselkursentwicklung sowie die EU- und US-Sanktionen wurden als Hauptfaktoren genannt, welche die Geschäftstätigkeit in Russland erschweren. 78% der befragten Betriebe sind laut eigener Aussage von Sanktionen betroffen. Daneben sei eine Zunahme des protektionistischen Verhaltens zu beobachten. Das äußert sich unter anderem in steigenden Lokalisierungsanforderungen, durch Einfuhrbeschränkungen oder die Verkomplizierung von Genehmigungsverfahren. Dementsprechend planen nur 30% der Unternehmen Investments vor Ort ein.

Eine positive Entwicklung ist beispielsweise die Bedeutungszunahme der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) für die deutschen Unternehmen. Moskau und St. Petersburg sind innerhalb Russlands die beiden populärsten Investitionsstandorte. Was die Branchen angeht, so werden die Agrar- und Lebensmittelindustrie sowie der IT-Sektor als am wachstumsstärksten eingeschätzt.

Aus Sicht der Befragten machen vor allem das vorhandene Marktpotenzial, die Umsatz- und Gewinnaussichten sowie der bestehende Modernisierungs- und Diversifizierungsbedarf den russischen Markt so attraktiv. Auch wenn die Prognosen für 2019 weniger optimistisch ausfallen, so bleibt der russische Markt für ausländische Firmen weiterhin relevant.

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