Digitalisierung fördert Einsatz von ERP-Systemen in Russland

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Durch die digitale Transformation verändern sich die Arbeitsweisen in Unternehmen radikal. Immer mehr Unternehmen setzen daher auf Software zur Ressourcenplanung, kurz ERP. In Russland betrug das Marktvolumen für diese Systeme in 2017 819,27 Millionen USD; die beiden Anbieter SAP und 1C gelten als Marktführer. So steigerte SAP seinen Umsatz in der russischen Föderation in 2017 um 33,2% und 1C um 30%, beides Mal gerechnet in USD (CNews).

Eine der beiden Hauptkundengruppen ist das verarbeitende Gewerbe. Ziel durch den Einsatz eines solchen Programms ist die Produktionseffizienz und -sicherheit zu erhöhen. Handelsunternehmen als zweite Hauptkundengruppe passen ihr Geschäftsmodell an, da ein immer größer werdender Anteil des Umsatzes durch das Online-Geschäft generiert wird.

Der populärste Einsatzgrund für ein ERP-System in der Russischen Föderation ist das Projektmanagement. Aber auch zum Kundenbeziehungsmanagement und für den Bereich Business Intelligence werden die Programme nachgefragt.

Beim Vergleich der beiden Anbieter SAP und 1C wird deutlich, dass jedes der beiden Systeme spezifische Vorteile aufweist. Zwar muss bei der Entscheidung für SAP ausreichend Zeit für die Implementierung eingerechnet werden und der Kostenfaktor ist nicht zu vernachlässigen; insbesondere Konzerne mit zahlreichen Tochterunternehmen profitieren aber davon, dass die Möglichkeit besteht ein einheitliches System weltweit zu nutzen und den persönlichen Bedürfnissen entsprechend zu gestalten, Stichwort Customizing. 1C, ursprünglich für die Automatisierung der Buchhaltung entwickelt, punktet damit, dass das System komplett entsprechend den Anforderungen des russischen Rechts entwickelt wurde. Des Weiteren ist die Verbreitung in Russland sehr hoch, was dazu führt dass der Preis für die Lizenz und Updates verhältnismäßig niedrig ist. Durch diese intensive Durchdringung sind viele Arbeitnehmer auch versiert im Umgang mit dem Programm.

Egal für welche Anwendungsfälle – sei es neben den bereits zuvor genannten das Personalmanagement, die Lagerbuchhaltung oder das Beschaffungsmanagement: ERP-Systeme werden bedingt durch die Digitalisierung künftig immer häufiger einsetzt werden, nicht nur bei Großunternehmen sondern auch bei kleineren Unternehmen, da die Automatisierung größen- und branchenübergreifend eintritt.

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