Sonnige Aussichten für den Incoming-Tourismus in Russland?

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Mangelnde Infrastruktur und fehlende Rahmenbedingungen – momentan die größten Hindernisse für eine nachhaltig positive Entwicklung im Russlandtourismus. Die Regierung hat dies erkannt und Anfang Februar angekündigt, die Branche mit einer Finanzspritze in Höhe von 20 Milliarden Rubel zu fördern, womit neue Hotels, Campingplätze, Cafés und Autovermietungen finanziert werden sollen. Damit dürfte auch die Anzahl der über die vergangenen Jahre stabil gebliebenen rund 3,26 Millionen Beschäftigten in der Branche deutlich steigen (Statista).

Im zweiten Quartal 2019 ist die Verabschiedung der neuen Strategie geplant. Eines ihrer Hauptziele ist die Verdopplung der Anzahl an ausländischen Touristen. Um dies zu erreichen sollen Steuervergünstigungen für Beherbergungsbetriebe, eine Vereinfachung des Visumsystems sowie neue Vermarktungsprogramme zur Bekanntheitssteigerung des Landes umgesetzt werden (RBK).

Einem besonderen Augenmerk gilt künftig auch dem Ausbau des Ökotourismus, sprich dem naturnahen Reisen, wo das Kennenlernen von Tierwelt, Natur und Kultur im Fokus steht, ohne dabei die Umwelt zu schädigen. 2014 gab es in Russland 103 Naturschutzgebiete, davon 42 Nationalparks, was im Vergleich zu anderen Ländern eine geringere Anzahl bedeutet. Die betroffenen Flächen fallen dafür bedingt durch die großen Weiten des Landes umso größer aus.

In 2017 wurden durch den Binnentourismus mehr als zwei Drittel der Gesamteinnahmen generiert, was für den Incoming-Tourismus demnach noch Luft nach oben lässt (Statista). Selbst mit dem Großevent Fußballweltmeisterschaft 2018 kamen von Januar bis September 2018 im Vergleich zu 2017 nur ein Prozent mehr ausländische Touristen nach Russland (RBK). Der asiatische Quellmarkt wird in den kommenden Jahren ein Wachstumstreiber sein; insbesondere Gäste aus Vietnam, Thailand und Indien. 2017 reisten 4,8 Millionen Incoming-Touristen nach Moskau und 3,75 Millionen nach St. Petersburg (RBK Print Nr. 4 2019).

Für eine Reise nach Russland geben Touristen aus dem Ausland insgesamt im Schnitt 2.000 € aus, wovon rund 20% auf den Transport entfallen. Eine attraktive Einnahmequelle also. Investitionen lohnen sich, um mehr Gäste in einem der vielfältigsten Länder weltweit zu begrüßen.

 

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